Torfersatz- & Zuschlagstoffe

Viele seiner Eigenschaften und die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten machen Torf als Substratausgangsstoff für Erden und Substrate für gärtnerische Kulturen besonders geeignet.

Durch die Zugabe von Naturton können zudem insbesondere die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe sowie die Pufferwirkung des Substrats verbessert werden, einige der wesentlichen Werteigenschaften der Einheitserden. Dieser “Torfersatz” durch Naturton wird im Hause Einheitserde seit jeher praktiziert und ist nur ein Beispiel dafür, wie der Ersatz von Torf die Eigenschaften des Substrats verbessern kann.

Die Vielzahl an organischen und mineralischen Substratzuschlagstoffen, die im Werkverband seit Jahren erfolgreich eingesetzt werden, verbessert dabei einerseits die Funktionalität der Substrate für bestimmte Kulturen und Kulturverfahren, andererseits ersetzen sie dabei große Mengen Torf.

Aufgrund des allgemein steigenden Umweltbewusstseins und Kampagnen von Umweltverbänden ist Torf in den letzten Jahren in die Kritik geraten. Beim Thema Torfersatzstoffe ist daher der Gedanke vor allem an  Schlagworte wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz naheliegend.

Holzfaser, Kompost und Rindenhumus sind seit vielen Jahren wichtige Rohstoffe für unsere Substrate, deren Anteile in den Einheitserdemischungen stetig zunehmen. Diese nachwachenden Rohstoffe, die in unmittelbarer Nähe unserer Produktionsstandorte gewonnen werden, sind dabei besonders ökologisch.

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Naturton

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Holzfaser

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Kompost

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Rindenhumus

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Kokosfaser

Ein wesentlicher Schritt in diese Richtung ist auch die eigene Herstellung von Holzfasern –
dabei profitieren wir aus 25 Jahren Erfahrungen mit Holz als  Zuschlagsstoff.

Holzfaser

Holzfaser als wichtiger Faktor zur Qualitätssteigerung der Substrate.
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  • Nachwachsender Rohstoff aus nachhaltiger Forstwirtschaft
  • Erhöht die Luftkapazität
  • Sorgt für eine langfristige Strukturstabilität
  • Optimiert die Drainagefähigkeit
  • Verbessert die Wiederbenetzbarkeit
  • Unterstützt eine gesunde und schnelle Wurzelentwicklung
  • Geringes Gewicht – reduzierter CO₂ Ausstoß

Vorteile einer eigenen Herstellung von Holzfasern

  • längerfristige Versorgungssicherheit
  • nachwachsender Rohstoff aus der Region
  • den Anforderungen angepasste Verarbeitung
    (z. B. werden Strukturen je nach Anwendung exakt eingestellt
  • Qualität kann selbst direkt beeinflusst werden
    (Stickstoffstabilisierung)

Herstellungsverfahren
Der Einsatz von Holz ist seit über 20 Jahren fester Bestandteil der Produktentwicklung für Kultursubstrate. Schon immer wurde Holz als Zuschlagsstoff für spezielle Anforderungen eingesetzt.

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Aus dieser Historie heraus war es eine logische Entwicklung für die zukünftige Ausrichtung in eine eigene Herstellung von Holzfasern zu investieren.

Hackschnitzel aus Weichholz werden in einem physikalisch / thermischen Verfahren aufgefasert. Die dabei entstehende Hitze von bis zu 120°C hygienisiert das Material.

Auf Grund der langjährigen Erfahrung mit Holz als Zuschlagstoff in Substraten sind unsere Substrate auch mit Holzfaser stickstoffstabil. Eine Festlegung von Stickstoff erfolgt nicht.

Durch entsprechende Einstellungen und Nachbearbeitung durch Fraktionierung der Holzfaser, können die Strukturen der Faser auf die jeweilige  Anwendung exakt angepasst werden. So setzen wir beispielsweise für Baumschulcontainer die gröberen, für Blumenerden und Vermehrungen die feinen Fraktionen ein.